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Das Ziel: Der Lucerne Marathon 2008

Nach der intensiven, einjährigen Vorbereitungszeit ist es endlich soweit: Das Asthma-Marathon-Team nimmt am 26. Oktober am Lucerne Marathon 2008 teil. Nach dem Lauf beantworten die Teilnehmer verschiedene Fragen, die dokumentieren sollen, wie sie den Lauf erlebt haben und welche Erfahrungen sie aus der gesamten Vorbeitungszeit mitnehmen konnten.


Monika F. (43)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Es war eine wunderbare Stimmung entlang der Strecke. Zudem war das Wetter optimal. Es passte einfach alles. Wegen meines Problemfusses entschied ich mich bereits vor dem Lauf für den Halbmarathon. Es lief jedoch so gut, dass ich bis km 15 ernsthaft daran glaubte, trotzdem die ganzen 42 km zu schaffen. Dann begann jedoch mein Fuss wieder zu schmerzen und ich beschloss, nach der ersten Runde ins Ziel einzulaufen. Nein, es war ein rundum gelungener Lauf, vom ersten bis zum letzten Meter. Vermutlich hätte ich noch etwas schneller unterwegs sein können, aber es war auch schön, am Ziel zu merken, dass eine bessere Zeit oder eben eine längere Strecke möglich gewesen wären. Vor einem Jahr konnte ich mir nicht vorstellen, mehrere Stunden ohne Pause zu laufen. Ich glaubte gar nicht daran. Nun, mit gut eingestelltem Asthma und der optimalen Anleitung, die wir bekamen, ist Rennen nicht nur möglich, sondern ein richtiges Vergnügen. Darüber freue ich mich sehr. Vermutlich werde ich künftig noch 1 – 2 Lauftrainings pro Woche unter die Füsse nehmen. Sonst freue ich mich aber wieder aufs Biken, denn auch dort macht sich die viel bessere Ausdauer bemerkbar.


Nicole B. (35)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Am Morgen war es noch ziemlich kalt, dennoch war die Stimmung unter der Gruppe sehr gut. Die Nervosität stieg und ich konnte den Start kaum noch erwarten. Die erste Runde verlief super und ich fühlte mich wohl, ja ich genoss den Lauf! In der zweiten Runde wurde es jedoch immer härter. Ich habe den ganzen Marathon absolviert, hatte aber eine grosse „Krise“ zwischen Kilometer 30 und 35. Kurz nach der ersten Runde bemerkte ich ein leichtes Ziehen im linken Bein in der Wade und hinten im Oberschenkel. Ab Kilometer 30 musste ich immer wieder zwischendurch gehen und hatte leichte Atemnot. Nach kurzem Inhalieren und Gehen konnte ich wieder laufen und hatte die grösste Krise ca. ab Kilometer 38 hinter mir gelassen. Dieses Jahr hat mir sehr viel im Sport gebracht und ich werde sicher weiterhin laufen und auch an Wettkämpfen (bis Halbmarathonlänge) teilnehmen. Im nächsten Jahr werde ich keinen Marathon laufen, aber was weiter ist, kann ich nicht sagen vielleicht irgendwann wieder?


Urs K. (52)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Er war für mich der Höhepunkt des Projekts. Alles hat gestimmt. Das Team – die Organisation – und nicht unwichtig das Wetter.
Die Stimmung an der Strecke ist einmalig.
Ich habe den ganzen Marathon absolviert. Der kritische Moment war die Zeit vor dem Lauf. Ich war erkältet. Während dem Lauf dachte ich nie ans Aufgeben aber hart war der Schluss dennoch. Ich habe gelernt, dass schier Unmögliches unter guten Bedingungen möglich wird. So wie es aussieht, wird dies nicht mein letzter Marathon sein.


Claudia Ma. (31)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Der Lucerne Marathon war aufgrund der Bise etwas kalt. Die Landschaft war dafür sehr schön und die Menschenmasse beim KKL gewaltig. Mit der Unterstützung und Motivation von unserem Film-/Kamerateam, Vik und Peter bin ich ohne grosse Probleme durch meinen 1. Marathon gekommen. Marathon 2 Wochen vor dem Marathon bekam ich Schmerzen in der linken Wade, welche partout nicht weg wollten. Nach der Halbmarathondistanz ging es dann aber auch noch die 2. Runde gut weiter. Kurz vor der Wende fühlte es sich an, als ob sich am rechten Fuss eine Blase bilden würde. Nach ein paar Kilometern ging es zum Glück wieder vorbei und ich kam mit ganzen Füssen ins Ziel. Die Leute am Strassenrand / Begleitpersonen / Motivatoren sind für mich sehr wichtig, damit ich diese Leistung auch wirklich erbringen kann. Hier nochmals ein tolles Lob an unser Presseteam. Ich freute mich bei jedem Lauf darauf, dass wir wieder von ihnen begleitet wurden.


Heidi S. (49)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Super, war mega cool. Die gute Stimmung unterwegs; die vielen Zuschauer und natürlich viele Kolleginnen und Kollegen, welche mich am Strassenrand angefeuert haben. Es war einfach rundum alles genial. Mein grosses, Ziel habe ich geschafft, unglaublich. Ich bin den ganzen Marathon gelaufen und meine heimliche Zeitlimite habe ich auch geknackt. Unter 4 Stunden ist für mich super. Meine grösste Krise hatte ich zwischen km 28 – km 34, danach ging es wieder besser. Ab km 28 hatte ich auch sehr starke Krämpfe, musste etwa 4 mal laufen um meine Beine (Waden) richtig durchzustrecken. Ich lernte richtig, wie man auf ein Ziel ein Training aufbauen muss und vor allem, dass es zu einem solchen Trainingsaufbau auch Longjoggs braucht. Wenn die Motivation da ist, kann man viel erreichen. Ich werde auf jeden Fall weiterlaufen. Meine Gesundheit ist mir sehr wichtig.


Diana J. (31)

Lucerne Marathon 26.10.08 Lucerne Marathon 26.10.08 Lucerne Marathon 26.11.08 Lucerne Marathon 26.10.08
Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Es war ein tolles Erlebnis, ein positives Erlebnis und ich würde es wieder probieren. Keine Schmerzen oder Beschwerden bis zum Zieleinlauf. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht den ganzen Marathon. Nein. In der ersten Runde war mir kalt bei der Horwer Halbinsel am See, da der Wind angegriffen hat. Das war unangenehm. Bei km 30 hat die rechte Hüfte mal kurz gezwickt, ist dann rasch wieder verschwunden. Habe viel über meinen Körper gelernt, was ihm gut und schlecht tut, wie ich meine Leistung bewusst beeinflussen und steigern kann. In diesem Bewusstsein möchte ich weiterfahren, Laufen weiterhin zum Bestandteil meines Alltags machen und mir ein neues Ziel setzen in 09. Ich habe wunderbare Menschen getroffen, die mich nachhaltig bereichert haben. Ich bin sehr glücklich, dass mir diese Chance geboten wurde. Der Support der AstraZeneca sowie des stepup Zentrums waren hervorragend. Vielen Dank!


Claudia Mo. (35)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
An diesem Morgen war ich sehr nervös. So viele andere Fragen gingen mir durch den Kopf! Werde ich es schaffen oder nicht? Wie verhält sich mein Knie? Wird es halten oder bekomme ich wieder Schmerzen? ....Die Stimmung war genial. Überall standen Musik-Bands und Zuschauer, die einem anspornten weiter zu rennen. Die Zeit verging jedenfalls sehr schnell. Ich habe mich für den Marathon entschieden. Leider musste ich bei km 25 aufgeben. Meine Knieschmerzen waren zu gross und der Weg war noch soooo weit! Nicht wirklich. Ich lief mit Diana und Maria. Wir waren ein super Team. Wir nahmen aufeinander Rücksicht. Wir verglichen immer wieder unseren Puls untereinander. Wer zu hoch war, durfte das Tempo bestimmen. Leider war ich es meistens. Meinen schlimmsten Moment erlebte ich bei Stefan und Ruth. Dort musste ich mich endgültig entscheiden. Gebe ich jetzt auf oder laufe ich mit Schmerzen weiter! Ich entschied mich schweren Herzens aufzugeben. Für eine kurze Zeit brach für mich eine Welt zusammen. Da flossen schon ein Paar Tränen. Im Nachhinein war das eine weise Entscheidung, die ich nicht bereue. Ich konnte von diesem Projekt sehr viel profitieren. Ich weiss jetzt zum Beispiel ganz genau, in welchem Pulsbereichen ich trainieren muss. Dank meinen regelmässigen Trainings konnte ich bis zu 30 km joggen. Das konnte ich vorher nicht. Ich werde auf alle Fälle weiter regelmässig trainieren. Vielleicht nicht mehr gerade 4 mal pro Woche, sondern nur 2 bis 3 mal. Meine Ziele für nächstes Jahr sind: Flughafenlauf, Greifensee und vielleicht in Luzern den Halbmarathon. Aber zu aller erst muss ich meinen Rücken und mein Knie untersuchen lassen. Und herausfinden, wieso ich immer diese Schmerzen habe. Dann sehen wir weiter.


Andreas K. (38)

Wie haben Sie den Lucerne Marathon erlebt? Haben Sie den Halbmarathon oder den ganzen Marathon absolviert? Gab es kritische Momente? Das Trainingsjahr ist nun vorbei. Was konnten Sie in diesem Jahr lernen, was werden Sie mitnehmen?
Es war ganz klar der Höhepunkt unseres rund einjährigen Projekts. Die Stimmung war hervorragend, genauso wie die Organisation vor, während und nach dem Lauf. Es versteht sich von selbst, dass dieses Rennen ein unvergessliches Erlebnis bleiben wird. Ziel erreicht – grosse Zufriedenheit! Marathon Kritische Momente gab es in der Tat! Der erste war beim dritten Aufstieg in der zweiten Runde, als ich erstmals richtig schwere Beine bekam. Ab rund km 30 wurden aus den schweren Beinen plötzlich Betonklötze, und ich schien kaum mehr vorwärts zu kommen. Da musste ich die Zähne zusammen beissen und mich daran erinnern, was ich alles in dieses Projekt investiert habe. Der Wille trug mich weiter bis ca. km 35, von wo an es anschliessend wieder besser lief. Der zentrale Punkt ist wohl die Erkenntnis, trotz erheblich limitierter Atmung Leistung erbringen zu können. Durch die Steigerung der Fitness und Stärkung der Muskulatur kann die Einschränkung der Atmung zu einem gewissen, entscheidenden Teil kompensiert werden. Geschenkt wird einem aber nichts, was letztlich den Erfolg umso schöner macht. „Dran bleiben“ muss die Devise für die Zukunft sein, wenngleich es vielleicht nicht gerade die Marathon Distanz sein muss. Darüber hinaus habe ich viel über Sport im Allgemeinen und meinen eigenen Körper und dessen Fähigkeiten und Limiten im Speziellen erfahren. Dank all denjenigen, welche das durch ihr persönliches Engagement und das Sprechen der finanziellen Mittel möglich gemacht haben!

SOP PROM Nr. E-0187

 
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Last update:27.11.2008 Letzte Zertifizierung: 08.08.2008