Asthma Marathon
 

Interview mit Viktor Röthlin, 10. September 2008

Lucerne Marathon 2008

Die Marathonvorbereitung geht dem Ende zu. Was sind die Probleme in dieser Phase?
Die letzten Gefahren sind die «Schlechte-Gewissen-Trainings». Das heisst, man versucht alles reinzudrücken, was man verpasst hat, weil man weiss, dass es in einem Monat soweit ist. Aus meiner Sicht sollte das Training jetzt gemacht sein. Alles was man im letzten Monat trainiert, bringt für den bevorstehenden Wettkampf nichts mehr, sondern ist bereits für den nächsten Lauf.

Wie sieht dein persönlicher Check-up vor einem Marathon aus?
Grundsätzlich ist man an den Tagen vor dem Wettkampf immer am Durchchecken. Meine Empfehlung lautet: Wenn man am Wettkampftag aufsteht und etwas nicht stimmt, sollte man den Notschalter ziehen und abbrechen. Es ist aber das Ziel der Vorbereitung, dass dieser Fall nicht eintritt. Vielmehr sollte man sich freuen, endlich die Belohnung für die lange Vorbereitungszeit zu bekommen.

Was nimmst du mit aus dem Projekt?
Einmal mehr, wie sehr der menschliche Körper fähig ist, sich zu adaptieren. Vor einem Jahr waren die Teilnehmer mehr oder weniger «bewegte» Menschen und jetzt sind sie sportlich! Das begeistert und motiviert mich wieder mehr für meine Sache.

Asthma und Sport: Hat sich deine Sichtweise darüber verändert, was man mit einer chronischen Erkrankung erreichen kann?
Nein, weil ich in meiner beruflichen Ausbildung gelernt habe, dass Sport und Asthma kein Tabuthema ist – im Gegenteil. Allerdings habe ich jetzt auch einen Beweis, auf den ich mich immer wieder beziehen kann.

Die SOP Nr. E-0182

 
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Last update:27.11.2008 Letzte Zertifizierung: 08.08.2008